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Dienstag, 23. Juni 2009

Inner City Blues: Detroit

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150. Beitrag
Anlässlich des 50. Jubiläums von Motown Records fuhr Guardian-Reporter Luke Bainbridge nach Detroit, um sich vor Ort auf Spurensuche zu begeben.

Das Ergebnis seiner Reise ist ein lesenswerter Artikel über die Geschichte von Motown (inkl. Interview mit Smokey Robinson) und über den Label-Gründer Berry Gordy Jr.:

Letzterer versuchte sich zunächst als Boxer, wechselte dann jedoch das Fach, nachdem er erkannte: «young fighters who were 23 but looked like 50, all scarred and beat up... then I saw the musicians who were 50 and they looked [like] 23.» Welche Musiker das waren, bleibt sein Geheimnis. Heute wäre er angesichts von Amy Winehouse und Konsorten sicherlich beim Boxen geblieben...

Neben dem Artikel, in dem es auch um die Stadt Detroit geht, brachte Bainbridge eine kleine Video-Reportage mit Zeitzeugen-Interviews und Musik-Ausschnitten mit:

Noch mehr über die Stadt selbst, die in den längst vergangenen Erfolgsjahren der Automobilindustrie boomte und sich heute verzweifelt um einen Strukturwandel bemüht, gibt's auf shrinkingcities.com:

ManHat.pngDas Forschungs- und Austellungsprojekt «Schrumpfende Städte» der Kulturstiftung des Bundes beschäftigt sich mit urbanen Schrumpfungs-Prozessen und Handlungsstrategien, verlassene Regionen wiederzubeleben.

Weltweit ist etwa jede vierte Stadt von Abwanderung betroffen. Die Gründe dafür und die sozialen, kulturellen und nicht zuletzt wirtschaftlichen Folgen wurden exemplarisch anhand ausgewählter Regionen untersucht. Strategien, diesen Prozess aufzuhalten, wurden in dem Projekt für Regionen im Osten Deutschlands entwickelt.

Welche Auswirkungen die Suburbanisierung für die Innenstädte haben kann, sieht man in einem Video [ansehen], das eine minutenlange Autofahrt durch Detroit zeigt: ganze Straßenzüge mit verlassenen und verbretterten Häusern, brachliegende Grundstücke, kein Mensch weit und breit.

Auf shrinkingcities.com heißt es: «Wer Detroit besucht, muss sich auf dystopische Szenerien gefasst machen. Sein krasser Niedergang ist längst in die Lehrbücher der Stadtplanung eingegangen.» So mussten sich die verbliebenen Bewohner selbst helfen, indem sie z.B. die Beleuchtung von Straßen, die Müllabfuhr und sogar Aufgaben der Polizei selbst übernahmen.

Überflüssig zu erwähnen, dass in einem solchen Klima Kriminalität, Vandalismus und Gewalt nicht lange auf sich warten lassen. Motown Records kehrte der Stadt übrigens schon 1972 den Rücken und verlegte seinen Firmensitz nach Los Angeles. Man versprach sich davon u.a. einen erfolgreichen Einstieg ins Filmgeschäft. An die goldenen Detroit-Zeiten in den 1960er-Jahren konnte das Label jedoch nicht mehr anknüpfen.

ManHeadset.pngThe Observer (09.11.08): Motown – A label of love
ABC Australia (26.05.09): Detroit – Ain't Too Proud to Beg
Spiegel Online (30.05.09): Detroit – Eine Stadt stirbt
shrinkingcities.com: Detroit

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