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Sonntag, 14. Dezember 2008

Die Playlist des Bösen: Musik als Folterinstrument

In der taz und anderswo wurde kürzlich über eine zunächst skurril anmutende Foltermethode im «Kampf gegen den Terror» berichtet: Musik.

Geht man jedoch dieser Tage durch Kaufhäuser, Supermärkte oder weihnachtsmärktliche Fußgängerzonen, kann man sich in etwa vorstellen, was die Folter-Opfer da durchmachen müssen. Auch stau-erprobte Familienväter, deren Sprösslinge sich auf der Fahrt in den Sommerurlaub nur mit Rolf-Zuckowski-Kassetten halbwegs ruhigstellen lassen, werden eine Ahnung von der deletären Wirkung bestimmter Musik auf die geistige Gesundheit haben.

Im Gefangenenlager Guantánamo wurden Häftlinge u.a. mit Aerosmith, Limp Bizkit und Meat Loaf dauerbeschallt. Auch Titelmelodien von Kinderserien wie Barney the Purple Dinosaur und der Sesamstraße stehen auf der «Playlist des Bösen» (taz-Autor Arno Frank). Unter den verwendeten Songs sind Stayin' Alive von den Bee Gees, Born in the USA von Bruce Springsteen, Hell's Bells von AC/DC, Enter Sandman von Metallica und das famose March Of The Pigs von Nine Inch Nails:

Während Trent Reznor gegen die unmenschliche Verwendung seiner Musik juristisch vorgehen will, fühlen sich die manchmal arg pappnasigen Mitglieder von Metallica auch noch geehrt und sind stolz, auf diese Weise an der «Terrorbekämpfung» teilnehmen zu dürfen. Vollidioten...

ManHeadset.pngWeitere Informationen:
taz vom 13.12.2008: Folter durch Musik in Guantánamo
Excite.de: Musikfolter in US-Gefangenenlagern
Zero dB.org: Against Music Torture

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