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Dienstag, 16. März 2010

The Spinners: The [Detroit] Spinners

Eines der schönsten Alben der Sammlung ist die selbstbetitelte LP The [Detroit] Spinners (1973). Thom Bell und andere Philly-Soul-Songwriter schrieben die Hits, die von den Spinners wie immer großartig intoniert wurden.

The Spinners - The Spinners

ManHat.pngNeben One of a Kind (Love Affair) [anhören], I'll Be Around [anhören] und Just Can't Get You Out of My Mind [anhören] sticht besonders das von zahlreichen Boygroups gecoverte Could It Be I'm Falling in Love ins Ohr.

Neben den O'Jays waren die Spinners eine der besten Gesangsgruppen der Siebziger. Hier ein schöner Ausschnitt aus der populären Sendung «Soul Train», deren Highlights nun auch in einer von Time Life präsentierten DVD-Sammlung erhältlich sind:

Ein Potpourri der guten Laune, diese 9-DVD-Box. Einige Ausschnitte daraus kann man sich auf Soultrain.com anschauen.

RatingHigh.png The Spinners: The Spinners (1973)
Atlantic Records #40477 (LP) [mehr...]
«Woo hoo!»

Samstag, 13. März 2010

The O'Jays: Family Reunion

Da weiß man, was man hat: gewohnt hochklassig feiern die wunderbaren O'Jays ihre Family Reunion, die vom eingespielten Songwriter-Duo Gamble & Huff im Jahr 1975 veranstaltet wurde.

The O'Jays - Family Reunion

ManHat.pngDas achte Studioalbum der O'Jays erreichte in den USA Platin und kletterte in den Billboard-Pop-Charts bis auf Platz 7 (in den R&B-Charts: Platz 1).

Im Vergleich zu ihren Meisterwerken The O'Jays in Philadelphia (1969), Back Stabbers (1972) und Ship Ahoy (1973) steht Family Reunion etwas zurück. Da hilft es auch nichts, wenn kein Geringerer als Bill Cosby im Intro von I Love Music [anhören] an den Bongos zu hören ist:

Der von Gamble und Huff geschriebene und von Sigma-Sound-Studio-Besitzer Joe Tarsia produzierte Track I Love Music wurde zu einem Disco-Hit, der in der Langversion auch auf verschiedenen Best-Of-Philly-Soul-Samplern zu hören ist.

RatingMedium.png The O'Jays: Family Reunion (1975)
Philadelphia International Records # (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Mittwoch, 10. März 2010

Stu Gardner: Drive Me / How Do You Feel

Über den Musiker Stu Gardner spuckt der sonst gut informierte allmusic-Guide erstaunlich wenig aus. Gardner hat in den Siebzigern funk-lastige Soulmusik veröffentlicht. Ein großer Hit sprang dabei nicht heraus.

Stu Gardner - Drive Me / How Do You Feel

ManHat.pngGardner war aus als Songwriter und Musiker aktiv. Möglicherweise läuft einem mal sein unterschätztes Album To Soul With Love (1967) bei E-Bay über den Weg.

Ein Stück von ihm kennt jedoch jedes Kind, das in den Achtzigern gelegentlich Fernsehen durfte: Kiss Me ist in verschiedenen Versionen in der Eröffnungssequenz der Cosby Show zu hören.

Die hier vorliegende Single ist eher mittelprächtig. Sie wurde in erster Linie mitersteigert, um das Warenwert/Versandkosten-Verhältnis bei der E-Bay-Auktion zu optimieren.

RatingMedium.png Stu Gardner: Drive Me / How Do You Feel (1973)
A&M Records #827 (7in) [mehr...]
«Mmmh...»

Sonntag, 7. März 2010

Isaac Hayes: The Isaac Hayes Movement

Wie Burt Bacharach-/Hal David-Klassiker mit Eiern klingen können, demonstriert der Chef Isaac Hayes auf seinem dritten Album, das 1970 auf Stax Records erschien.

Isaac Hayes - The Isaac Hayes Movement

ManHat.pngZuvor schrieb Hayes (meist zusammen mit David Porter) bereits seit Jahren zahlreiche Hits für Stax/Volt. Damit hatte er großen Einfluss auf den Memphis Soul der 1960er-Jahre.

Darauf gibt er eine famose Version von I Just Don't Know What to Do With Myself zum Besten. Auch schön: Hayes' 12-minütige Interpretation von Walk On By, das für Dionne Warwick ein großer Hit war (hier die fürs Fernsehen gekürzte Version):

Auf dem großartigen The Isaac Hayes Movement findet sich ausschließlich Material anderer, z.T. genre-fremder Künstler, und zwar von Jerry Butler (I Stand Accused), George Harrison (Something), Burt Bacharach (I Just Don't Know What to Do with Myself) und Charles Chalmers (One Big Unhappy Family).

Dass Hayes indes mehr konnte als bekannte Pop-Songs mit Soul und Sex-Appeal zu überziehen und in mindestens zehn Minuten lange Gospel-Nummern zu transformieren, zeigt folgender Beitrag aus dem Stax Museum of American Soul Music:

RatingHigh.png Isaac Hayes: The Isaac Hayes Movement (1970)
Enterprise Records #ENS-1010 (LP) [mehr...]
«Woo hoo!»

Donnerstag, 4. März 2010

Eddie Kendricks: Eddie Kendricks

Eddie Kendricks trennte sich nicht eben im Guten von seinen Kollegen – den Temptations. Die warfen ihm nach der Trennung sogar noch die Single Superstar (Remember How You Got Where You Are) hinterher. Trotzdem gelang Kendricks eine erfolgreiche Solo-Karriere in den 1970er Jahren.

Eddie Kendricks - Eddie Kendricks

ManHat.pngMit Keep On Truckin' landete Kendricks 1973 seinen ersten Nummer-1-Hit als Solo-Künstler. Darin retourniert er: «In old Temptations' rain, I'm duckin' / For your love through sleet or snow, I'm truckin'».

Manch einer behauptet gar, er habe mit Girl You Need a Change of Mind und vor allem mit Keep on Truckin' die ersten Disco-Songs überhaupt veröffentlicht.

Dies tat er mit Produzent und Songwriter Frank Wilson (der mit Do I Love You die teuerste 7-Inch der Soulgeschichte einspielte). Im Vergleich zum ebenfalls in dieser Sammlung befindlichen Album Boogie Down! steht das selbstbetitelte Drittwerk etwas zurück.

RatingMedium.png Eddie Kendricks: Eddie Kendricks (1973)
Motown Records #5141 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Sonntag, 28. Februar 2010

Roy Hamilton: Mr. Rock And Soul

Ein breites Spektrum vom Crooner bis zum klassischen Soul-Sänger der frühen Tage deckt Roy Hamilton ab. Hamilton war vielleicht nicht so bekannt wie vergleichbare Stimmen (man denke hierbei an Jackie Wilson), hatte aber dennoch einen großen Einfluss auf nachfolgende Generationen.

Roy Hamilton - Mr. Rock And Soul

ManHat.pngRoy Hamilton starb 1969 im Alter von nur 40 Jahren an einem Schlaganfall.

Einen Song von «Mr. Rock and Soul» Hamilton kennt aber jeder, der schon mal in einem Fußball-Stadion war:

Das Stück wurde 1945 für ein Broadway-Musical geschrieben und von zahlreichen Interpreten eingespielt, u.a. auch von Roy Hamilton. Ein Kumpel von Gerry Marsden brachte den Hamilton-Song mit nach England, woraufhin Gerry & The Pacemakers ebenfalls eine Version aufnahmen, die dann in den Sechzigern den Weg auf den Plattenteller des Stadion-DJs in der Anfield Road fand.

RatingMedium.png Roy Hamilton: Mr. Rock And Soul (1962)
Columbia Records #BN 26000 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Samstag, 13. Februar 2010

Teddy Pendergrass: TP

Als ehemaliger Blue Notes-Leadsänger wusste Teddy Pendergrass bereits zu überzeugen. Vollends begeistert er jedoch mit seinen Solo-Aufnahmen Teddy Pendergrass (1977), Life Is a Song Worth Singing (1978) und dem hier auf dem Plattenteller liegenden Album TP aus dem Jahr 1980 – einem in vielerlei Hinsicht gutem Jahrgang.

Teddy Pendergrass - TP

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere erlitt Pendergrass 1982 einen tragischen Autounfall, da die Bremsen seines Rolls-Royce Silver Spirits versagten. Er war seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. In den folgenden Jahren engagierte er sich in einer Stiftung für Querschnittsgelähmte und trat auf Benefiz-Veranstaltungen auf.

ManHat.pngAuch sonst lernte er nicht nur die Sonnenseiten des Lebens kennen: Pendergrass verstarb am 13. Januar 2010 in einem Krankenhaus in Philadelphia an den Folgen eines Tumorleidens.

Wie im Folgenden sofort ersichtlich wird, hat der Mann überwiegend Musik für Erwachsene gemacht. (Auf seinen Alben müsste eigentlich der Hinweis «You may only put this record on if you are at least 18 years of age» vermerkt sein.)

Wie jede Schallplatte hat aber auch diese den Nachteil, dass jemand nach 20 Minuten aufstehen muss, um die andere Seite aufzulegen.

RatingHigh.png Teddy Pendergrass: TP (1980)
Philadelphia International Records #PIR 84542 (LP) [mehr...]
«Woo hoo!»

Mittwoch, 3. Februar 2010

The Flirtations: Nothing But A Heartache / How Can You Tell Me?

Nicht jede Girlgroup kann einen so flotten Bandnamen vorweisen wie die Flirtations. Die Schwestern Betty, Shirley und Earnestine Pearce waren zusammen mit Viola Billups Mitte der Sechziger unter diesem Namen bekannt.

The Flirtations - Nothing But A Heartache / How Can You Tell Me?

ManHat.pngAls diese Single 1968 bei Deram Records veröffentlicht wurde, war Betty Pearce bereits nicht mehr an Bord.

Erfolgreich war die Gruppe vor allem in England, wo sie mit ihrem klassischen Northern Soul viele Anhänger hatte. In ihrer amerikanischen Heimat konnten die Flirtations lediglich mit Nothing But A Heartache in den Charts landen (Platz 34).

Das B-seitige How Can You Tell Me? war in England bereits im Jahr zuvor auf Parrot Records veröffentlicht worden. Beide Songs dürfen in keiner Northern-Soul-Sammlung fehlen.

RatingHigh.png The Flirtations: Nothing But A Heartache / How Can You Tell Me? (1968)
Deram Records #85038 (7in) [mehr...]
«Woo hoo!»

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