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Sonntag, 28. Februar 2010

Roy Hamilton: Mr. Rock And Soul

Ein breites Spektrum vom Crooner bis zum klassischen Soul-Sänger der frühen Tage deckt Roy Hamilton ab. Hamilton war vielleicht nicht so bekannt wie vergleichbare Stimmen (man denke hierbei an Jackie Wilson), hatte aber dennoch einen großen Einfluss auf nachfolgende Generationen.

Roy Hamilton - Mr. Rock And Soul

ManHat.pngRoy Hamilton starb 1969 im Alter von nur 40 Jahren an einem Schlaganfall.

Einen Song von «Mr. Rock and Soul» Hamilton kennt aber jeder, der schon mal in einem Fußball-Stadion war:

Das Stück wurde 1945 für ein Broadway-Musical geschrieben und von zahlreichen Interpreten eingespielt, u.a. auch von Roy Hamilton. Ein Kumpel von Gerry Marsden brachte den Hamilton-Song mit nach England, woraufhin Gerry & The Pacemakers ebenfalls eine Version aufnahmen, die dann in den Sechzigern den Weg auf den Plattenteller des Stadion-DJs in der Anfield Road fand.

RatingMedium.png Roy Hamilton: Mr. Rock And Soul (1962)
Columbia Records #BN 26000 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Freitag, 1. Januar 2010

The Manhattans: The Manhattans

Kann man das neue Jahr entspannter begrüßen als mit den Manhattans? Ich glaube nicht. Die Gruppe wurde 1962 in dem uncoolen Nachbarstaat New Yorks und dem Ostfriesland der OstküsteNew Jersey – gegründet.

The Manhattans - The Manhattans

ManHat.pngDa «The New Jerseyites» nicht so leicht von der Zunge geht, fiel die Namenswahl wohl auf The Manhattans, das man auch nach der vierten Runde des gleichnamigen Cocktails noch fehlerfrei aussprechen kann. (Tatsächlich benannte sich die Gruppe nach dem Cocktail-Klassiker, nicht nach dem New Yorker Stadtteil.)

Die Jungs brauchen sich gar nicht unter Gullideckeln zu verstecken – ihre Musik ist alles andere als unterirdisch. Man höre z.B. mal in La La La Wish Upon A Star [anhören] rein: grandios. Ihr selbstbetiteltes Album wurde übrigens in den Sigma Sound Studios in Philadelphia aufgenommen.

Auch wenn die Band zunächst nicht jedermann geläufig zu sein scheint, so kennt man auf jeden Fall ihren größten Hit, das ganz am Ende der Tracklist dieses Albums versteckte Kiss And Say Goodbye [anhören].

Leider nicht auf dieser Platte enthalten: das ebenfalls großartige The Picture Became Quite Clear, zu dem es ein sehr schönes Musikvideo mit tollen Aufnahmen aus dem New York der Siebziger gibt. (Zuerst gesehen vor einigen Wochen bei In Dangerous Rhythm.)

ManDoc.pngDer Leadgesang wird in o.g. Video noch von George «Smitty» Smith bestritten, der bereits 1970 verstarb. (Je nach Quelle an den Folgen eines Treppensturzes oder an einem Hirntumor – nichts Genaues weiß man nicht.)

Die Wurzeln der Gruppe liegen übrigens in Deutschland: Die Gründungsmitglieder und ehemaligen High-School-Genossen Edward Bivins, Richard Taylor und Winfred Lovett leisteten ihren Wehrdienst an Stützpunkten der U.S. Air Force in Westdeutschland ab, wobei sie sich vornahmen, nach der Rückkehr in die USA eine Band zu gründen. Man mag der allgemeinen Wehrpflicht gegenüber kritisch gesinnt sein – in diesem (einen) Fall hatte sie ihr Gutes...

RatingHigh.png The Manhattans: The Manhattans (1976)
Columbia Records #CBS 81513 (LP) [mehr...]
«Woo hoo!»

Sonntag, 25. Januar 2009

Freddie Scott: Everything I Have Is Yours

Etwas abseits vom Soul-Kerngeschäft ist Freddie Scott hier mit Everything I Have Is Yours unterwegs: Er croont sich auf dieser LP nämlich hauptsächlich durch Filmmusik- und Jazz-Standards, darunter die Oscar prämierten Stücke Secret Love und Love Is A Many Splendored Thing, beide komponiert von Sammy Fain und Texter Paul Francis Webster.

Freddie Scott - Everything I Have Is Yours

ManHat.pngWebster schrieb laut Wikipedia auch Somewhere My Love (mit Maurice Jarre) für den Film Doktor Schiwago und das mittlerweile zum Klassiker gewordene Spider Man-Theme (mit Bob Harris).

Dass dies tatsächlich funktioniert und nicht in Las-Vegas-Revue-Brei oder klebriger musikalischer Untermalung von Disney-Filmen mündet, ist der Songauswahl, deren Arrangements (von Clyde Otis und Garry Sherman) und natürlich Freddie Scotts Stimme zu verdanken, die hier eher nach Nat King Cole und Sammy Davis Jr. als nach Engelbert Humperdinck klingt. Einen gewissen Dinner-Musik-Touch (der immer auch ein wenig an American Beauty erinnert) kann dieses Album dennoch nicht leugnen:

Unterm Strich keine schlechte Platte, auch wenn es keiner der Songs auf eine Single-Veröffentlichung brachte und Freddie Scott danach wieder bei seinen Leisten blieb.

RatingMedium.png Freddie Scott: Everything I Have Is Yours (1964)
Columbia Records #9058 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

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