Stevie Wonder kann tatsächlich auf ein beeindruckendes Werk zurückschauen. (Das heißt, streng genommen kann er das nicht...)
Auf diesem in limitierter Auflage veröffentlichten 3-LP-Set sind einige Hits, überwiegend jedoch eher weniger bekannte Songs enthalten. Ob die Welt jetzt aber noch eine Cover-Version von Bob Dylans Blowin' In The Wind braucht, sei mal dahingestellt. Insgesamt dennoch ein gutes Album.
Stevie Wonder: Looking Back (1977)
Motown Records #M-804LP3 (3LP) [mehr...]
«Woo hoo!»
Da streiten die Gelehrten: Talking Book, Songs in the Key of Life oder Innervisions – welches ist das beste Stevie Wonder-Album? Für Talking Book spricht ganz klar Wonders bester Song, nämlich das geniale Superstition [anhören]. Und Songs in the Key of Life überzeugt als Gesamtkunstwerk.
Für Innervisions sprechen z.B. Too High [anhören] und Higher Ground [anhören]. Ganz besonders aber und vor allem: Living for the City [anhören], Stevie Wonders anderer bester Song!
Wie auch schon auf Talking Book ist der markante Synthesizer, der auf dem Album zum Einsatz kommt, der Original New Timbral Orchestra (TONTO). Bedient wurde er von TONTO's Expanding Head Band, bestehend aus den Musikern Malcolm Cecil und Robert Margouleff.
Alle drei erwähnten Alben stammen übrigens aus Wonders «klassischer» Periode, der wir auch Perlen wie Pastime Paradise [anhören] (viel später nochmal leicht abgeändert zu neuer Blüte gelangt als Gangsta's Paradise) u.v.m. verdanken.
My Cherie Amour von 1969 ist insgesamt ein eher mittelmäßiges Album von Stevie Wonder. Der hat aber mit 10 Nummer-1-Hits, über 70 R&B-Chart-Einträgen und mehr als 25 Alben so viel produziert, dass halt nicht alles perfekt sein kann.
Neben dem Titelsong, den er für seine damalige Freundin geschrieben hat, ist vor allem Yester-Me, Yester-You, Yesterday [anhören] in Erinnerung geblieben:
Seine Version von Light My Fire [anhören] ist dagegen eher Füllmaterial, das man nicht unbedingt vermisst hätte. Interessant ist aber, dass auch das zweite sehr bekannte Cover des Doors-Überhits mit José Feliciano [anhören] ebenfalls von einem Blinden gesungen wurde.
Küchenpsychologisch betrachtet wird damit vielleicht dem Wunsch nach Augenlicht Ausdruck verliehen. Auch ein Weg, mit der Behinderung umzugehen.
Ganz hinten in der Tracklist versteckt sich noch ein kleiner Geheimtipp: die ganz und gar unpeinliche Ballade Angie Girl [anhören]. Balladen sind zwar immer so eine Sache, aber sich halbironisch von den ruhigeren Teilen seines Gesamtwerks zu distanzieren, indem man sie wie die Red Hot Chili Peppers leicht verschämt Salads statt Ballads nennt, ist auch keine Lösung.
Stevie Wonder: My Cherie Amour (1969)
Tamla Records #TS 296 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»
Stevie Wonders Alben, die Anfang der Siebziger (Wonders Klassische Periode) erschienen, klangen einigermaßen Motown-untypisch, was durch den Einsatz von Keyboards und Synthesizern noch unterstützt wurde. Nach einer Tour mit den Rolling Stones aufgenommen, wurde Talking Book zu einem großen Erfolg: Platz 1 in den Charts, 3 Grammys, Platz 90 bei den Rolling Stone's 500 Greatest Albums of All Time.
Die bekanntesten Songs auf diesem Album sind You Are the Sunshine of My Life [anhören] und Superstition [anhören]. Beide erreichten als Single ebenfalls Platz 1 in den Billboard-Charts.
Stevie Wonders Erblindung wurde durch einen Netzhautschaden verursacht, der vor allem bei Frühgeborenen auftritt, die im Brutkasten mit Sauerstoff versorgt werden mussten (Retinopathia praematorum). Die bei Frühgeborenen häufig noch unreife Gefäßversorgung der Netzhaut ist besonders empfindlich gegenüber Schwankungen der Sauerstoff-Konzentration im Blut. Ein hoher O2-Gehalt hemmt die Reifung von Blutgefäßen. Verlassen die Frühchen den Brutkasten und sinkt die Konzentration dann auf Raumluft-Niveau, stellt dies für die an höhere O2-Level gewöhnte Netzhaut einen Wachstumsreiz dar. Dadurch kommt es zur raschen Neubildung von Gefäßen, die jedoch häufig in den Augapfel einsprossen und Stränge bilden, die dann Zugkräfte auf die Netzhaut ausüben und diese damit ablösen. Dies kann zur Erblindung führen. Heute werden Frühgeborene gezielt auf Netzhautveränderungen untersucht und rechtzeitig behandelt, so dass Erblindungen bei Frühchen seltener geworden sind.
Ebenso eilig wie auf die Welt zu kommen hatte es Stevie Wonder mit dem Stürmen der Charts: Bereits mit elf Jahren wurde das Musiktalent entdeckt, dem Motown-Chef Berry Gordy vorgestellt und als Little Stevie Wonder vermarktet. Seine 1963 aufgenommene LP The 12 Year Old Genius war Motowns erstes Billboard-No.-1-Album überhaupt.
Stevie Wonder: Talking Book (1972)
Tamla Records #319 (LP) [mehr...]
«Woo hoo!»
THE SNAPBACK, ISSUE 1
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I created Soul Sides 20 years ago because I wanted an outlet to write about
my favorite records. The blog era feels bygone — and I clearly stopped
regularl...
THE 196th MIX FOR FSVB
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Here's the 196th Mix Selection for F.S.V.B, it a "Chic Song Special" its
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