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Samstag, 4. April 2020

In the Media: Bill Withers (†2020)

Gestern ist eine der größten (Soul-)Stimmen, die die Welt je hören durfte, von uns gegangen: Bill Withers ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Man höre nur sein unfassbar gutes Live-Album "…at Carnegie Hall" von 1972.

Trotz seiner großen Erfolge (er bescherte uns u.a. die immerwährenden Gassenhauer Use Me, Ain‘t No Sunshine (When She‘s Gone) und Lovely Day – among others) währte seine Karriere nur recht kurz.

Nach nur knapp anderthalb Jahrzehnten hatte er genug vom Musik-Business und hängte seinen Job an den Nagel. In dieser Zeit hat er jedoch die Musikwelt nachhaltig beeinflusst, wovon zahlreiche HipHop-Samples und Cover-Versionen zeugen: sehr prominent z.B. No Diggity von Blackstreet ft. Dr Dre – auch Kendrick Lamar bediente sich einer Bridge aus Use Me.

Guter Mann, möge er in Frieden ruhen.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Aretha Franklin rührt Barack Obama zu Tränen

Mit 73 Jahren hat es Aretha Franklin immer noch so was von drauf: ihre unfassbar gute Performance des Carole-King-Klassikers (You Make Me Feel Like) A Natural Woman lässt beim Publikum im John F. Kennedy Center for the Performing Arts reihenweise die Kinnladen herunterklappen. Und Barack Obama muss sogar ein paar Tränen der Rührung wegwischen:

Am meisten scheint aber die Urheberin selbst ergriffen zu sein: man hat fast ein wenig Angst um die körperliche und seelische Unversehrtheit von Carole King, die sich gar nicht mehr einkriegt vor Begeisterung.

ManHat.pngCarole King wurde an diesem Abend für ihr künstlerisches Lebenswerk geehrt – neben George Lucas, der Sängerin Rita Moreno, dem Dirigenten Seiji Ozawa und dem Broadway-Star Cicely Tyson.

Samstag, 28. Juni 2014

In the Media: Bobby Womack (†2014)

Gestern ist der bravest man in the universe, Bobby Womack, im Alter von 70 Jahren gestorben. Nicht zuletzt aufgrund seines als Namenspatron herhaltenden Songs Across 110th Street ist dieser Blog ihm und seiner Musik sehr verbunden.

ManHat.pngDer Titel ist in den Filmen Across 110th Street (1972, Regie: Barry Shear), Jackie Brown (1997, Regie: Quentin Tarantino) und American Gangster (2007, Regie: Ridley Scott) zu hören.

Womack schrieb 1964 mit It's All Over Now [anhören] auch den ersten Nummer-1-Hit der Rolling Stones. Zuletzt konnte er mit dem von Damon Albarn produzierten Album The Bravest Man in the Universe ein beeindruckendes Comeback hinlegen.

Zuletzt arbeitete er u.a. mit Snoop Dogg, Rod Stewart, Stevie Wonder, Ronald Isley und Damon Albarn an einem neuen Album, das nun posthum unter dem schönen Titel The Best is Yet to Come (2014, XL Records) erscheinen wird.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Have you met… Labi Siffre?

Nein? Nun, Olivia Newton-John, Rod Stewart, Kenny Rogers, Kanye West, Jay-Z und Fatboy Slim haben. Und zwar seine Songs gecovert (bzw. gesampelt).

Ein besonders gelungenes Exemplar ist I Got The… [anhören], das auf Vinyl kaum erschwinglich ist. Selbst das Album, auf dem der Song enthalten ist (Remember My Song, 1975), wechselt regelmäßig erst ab 150€ den Besitzer.

ManHat.pngSiffre stammt aus London ist dort heute u.a. als Schriftsteller tätig.

Das Piano kennt man übrigens aus Eminems Debüt My Name Is [ansehen].

Dienstag, 11. Februar 2014

Musik liegt in der Luft: 110th Street jetzt auch spotified

Der Äther ist schon faszinierend: Ein WLAN-Empfangsgerät vorausgesetzt, lassen sich einige der interessantesten darin herumschwirrenden Datenpakete einfangen und per Digital-Analog-Wandler in hörbare Musik verwandeln.

Ausgewählte Klänge, die rund um diesen Blog regelmäßig eine Rolle spielen, kann man nun auch auf Spotify hören:

Die Playlist wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert und soll neben ein paar unvermeidlichen Gassenhauern vor allem Neu- und Wiederentdeckungen enthalten.

Zusätzlich zu Blogspot, Facebook, Twitter und FeedBurner ist 110th Street nun also auch beim nach YouP… YouTube wahrscheinlich meistgenutzten Streaming-Dienst vertreten und somit mindestens quintupel-medial.

Der Ausgewogenheit halber sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass das aus Konsumentensicht ganz und gar prima-e Spotify bei den Kunstschaffenden nicht nur Begeisterungsstürme entfacht (siehe z.B. taz.de vom 12.01.2014 oder musikexpress.de vom 26.06.2013).

ManHeadset.pngSpotify.com: 110th Street :: PlattenBlog (Playlist)

Montag, 10. Februar 2014

Über den Tellerrand V: Kenny Rogers

Hat zwar nichts mit dieser Plattensammlung zu tun, aber schließlich ist Olympia (wenn auch nur in der Winter-Edition). Da kann man sich ruhig mal Musikvideos ansehen, in denen anmutig mit einem White Russian in der Hand geeiskunstlauft wird (womit auch der Bezug zum Gastgeberland hergestellt wäre).

Darüberhinaus ist Kenny Rogers’ Version von Just Dropped In (To See What Condition My Condition Was In) sowieso immer hörenswert. Weil’s so schön war hier nochmal in der berühmten Gutterball-Szene:

Ein Gutterball beim Bowling ist übrigens das, was auf der Bundeskegelbahn „Pumpe“ heißt. Und beim Curling „hogged stone“.

Noten.pngI pushed my soul in a deep dark hole and then I followed it in / I watched myself crawlin’ out as I was a-crawlin’ in / I got up so tight I couldn’t unwind / I saw so much I broke my mind / I just dropped in to see what condition my condition was in.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

The Spinners: Labor Of Love

In einer kaufrausch-ähnlichen Online-Shopping-Tour wurde gleich ein ganzer Schwung Spinners-Alben an Land gezogen. Quantität und Qualität halten sich dabei in etwa die Waage.

Und fünf Alben des gleichen Interpreten auf einmal zu bebloggen führt zwangsläufig zu einer gewissen Redundanz, wie der aufmerksam lesende Follower sicherlich schon bemerkt haben wird.

Auch wenn die Spinners in Großbritannien unter dem präziseren Namen The Detroit Spinners firmierten und Labor Of Love bei Atlantic Records erschien, ist die musikalische Ausrichtung dieser Platte weniger dem Detroit- oder Memphis-Soul als vielmehr dem Philly-Soul zuzuordnen. Dafür sorgt schon Songwriter und Produzent Michael Zager.

The Spinners - Labor Of Love

Wie der geschätzte allmusic-Guide berechtigterweise schreibt, waren die Spinners „the greatest soul group of the early ’70s”.

An Highlights wie One of a Kind (Love Affair) [anhören], I’ll Be Around [anhören] oder Working My Way Back To You [anhören] kommen die Songs auf diesem 1981 veröffentlichten Album jedoch nicht heran.

RatingMedium.png The Spinners: Labor Of Love (1981)
Atlantic Records #SD 16032 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Sonntag, 22. Dezember 2013

The Spinners: Yesterday, Today and Tomorrow

In einer kaufrausch-ähnlichen Online-Shopping-Tour wurde gleich ein ganzer Schwung Spinners-Alben an Land gezogen. Quantität und Qualität halten sich dabei in etwa die Waage.

Und fünf Alben des gleichen Interpreten auf einmal zu bebloggen führt zwangsläufig zu einer gewissen Redundanz, wie der aufmerksam lesende Follower sicherlich schon bemerkt haben wird.

Auch wenn die Spinners in Großbritannien unter dem präziseren Namen The Detroit Spinners firmierten und Yesterday, Today and Tomorrow bei Atlantic Records erschien, ist die musikalische Ausrichtung dieser Platte weniger dem Detroit- oder Memphis-Soul als vielmehr dem Philly-Soul zuzuordnen. Dafür sorgt schon Songwriter und Produzent Thom Bell.

The Spinners - Yesterday, Today and Tomorrow

Wie der geschätzte allmusic-Guide berechtigterweise schreibt, waren die Spinners „the greatest soul group of the early ’70s”.

An Highlights wie One of a Kind (Love Affair) [anhören], I’ll Be Around [anhören] oder Working My Way Back To You [anhören] kommen die Songs auf diesem 1977 veröffentlichten Album jedoch nicht heran.

RatingMedium.png The Spinners: Yesterday, Today and Tomorrow (1977)
Atlantic Records #SD 19100 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Donnerstag, 19. Dezember 2013

The Spinners: Spinners 8

In einer kaufrausch-ähnlichen Online-Shopping-Tour wurde gleich ein ganzer Schwung Spinners-Alben an Land gezogen. Quantität und Qualität halten sich dabei in etwa die Waage.

Und fünf Alben des gleichen Interpreten auf einmal zu bebloggen führt zwangsläufig zu einer gewissen Redundanz, wie der aufmerksam lesende Follower sicherlich schon bemerkt haben wird.

Auch wenn die Spinners in Großbritannien unter dem präziseren Namen The Detroit Spinners firmierten und Spinners 8 bei Atlantic Records erschien, ist die musikalische Ausrichtung dieser Platte weniger dem Detroit- oder Memphis-Soul als vielmehr dem Philly-Soul zuzuordnen. Dafür sorgt schon Songwriter und Produzent Thom Bell.

The Spinners - Spinners 8

Wie der geschätzte allmusic-Guide berechtigterweise schreibt, waren die Spinners „the greatest soul group of the early ’70s”.

An Highlights wie One of a Kind (Love Affair) [anhören], I’ll Be Around [anhören] oder Working My Way Back To You [anhören] kommen die Songs auf diesem 1977 veröffentlichten Album jedoch nicht heran.

RatingMedium.png The Spinners: Spinners 8 (1977)
Atlantic Records #SD 19146 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Montag, 16. Dezember 2013

The Spinners: Love Trippin’

In einer kaufrausch-ähnlichen Online-Shopping-Tour wurde gleich ein ganzer Schwung Spinners-Alben an Land gezogen. Quantität und Qualität halten sich dabei in etwa die Waage.

Und fünf Alben des gleichen Interpreten auf einmal zu bebloggen führt zwangsläufig zu einer gewissen Redundanz, wie der aufmerksam lesende Follower sicherlich schon bemerkt haben wird.

Auch wenn die Spinners in Großbritannien unter dem präziseren Namen The Detroit Spinners firmierten und Love Trippin’ bei Atlantic Records erschien, ist die musikalische Ausrichtung dieser Platte weniger dem Detroit- oder Memphis-Soul als vielmehr dem Philly-Soul zuzuordnen. Dafür sorgt schon Songwriter und Produzent Michael Zager.

The Spinners - Love Trippin'

Wie der geschätzte allmusic-Guide berechtigterweise schreibt, waren die Spinners „the greatest soul group of the early ’70s”.

An Highlights wie One of a Kind (Love Affair) [anhören], I’ll Be Around [anhören] oder Working My Way Back To You [anhören] kommen die Songs auf diesem 1980 veröffentlichten Album jedoch nicht heran.

RatingMedium.png The Spinners: Love Trippin' (1980)
Atlantic Records #SD 19270 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Samstag, 14. Dezember 2013

Gil Scott-Heron: Winter In America

Im fünften Jahr des Bestehens erhält nun auch endlich Gil Scott-Heron (zusammen mit Brian Jackson) Einzug in diese Plattensammlung, was aber auch wirklich mal Zeit wurde.

Gil Scott-Heron - Winter In America

Der sozialkritische Urvater des Rap ist auf diesem Album zeitweise recht disco-mäßig unterwegs, was insbesondere für das Highlight des Albums The Bottle [anhören] gilt.

Dass sich tanzbarer Beat und kritischer Text nicht zwangsläufig widersprechen müssen formulierte Scott-Heron so:

ManHat.pngPop music doesn’t necessarily have to be shit…

Von dem Song, in dem es um Alkoholismus geht, gibt es verschiedene Versionen auf 12"-Maxi, u.a. den drunken- und den sober-Mix.

Weitere Anspieltipps sind Back Home und Your Daddy Loves You. Großartiges Album!

RatingHigh.png Gil Scott-Heron: Winter In America (1974)
TVT Records #4320 (LP) [mehr...]
«Woo hoo!»

Freitag, 13. Dezember 2013

The Spinners: From Here To Eternally

In einer kaufrausch-ähnlichen Online-Shopping-Tour wurde gleich ein ganzer Schwung Spinners-Alben an Land gezogen. Quantität und Qualität halten sich dabei in etwa die Waage.

Und fünf Alben des gleichen Interpreten auf einmal zu bebloggen führt zwangsläufig zu einer gewissen Redundanz, wie der aufmerksam lesende Follower sicherlich bemerken wird.

The Spinners - From Here To Eternally

Auch wenn die Spinners in Großbritannien unter dem präziseren Namen The Detroit Spinners firmierten und From Here To Eternally bei Atlantic Records erschien, ist die musikalische Ausrichtung dieser Platte weniger dem Detroit- oder Memphis-Soul als vielmehr dem Philly-Soul zuzuordnen. Dafür sorgt schon Songwriter und Produzent Thom Bell.

Wie der geschätzte allmusic-Guide berechtigterweise schreibt, waren die Spinnersthe greatest soul group of the early ’70s”.

An Highlights wie One of a Kind (Love Affair) [anhören], I’ll Be Around [anhören] oder Working My Way Back To You [anhören] kommen die Songs auf diesem 1979 veröffentlichten Album jedoch nicht heran.

Positiv hervorzuheben ist auf dieser Platte das großartige Stück Are You Ready For Love, das man vor allem in der Version von Elton John kennt.

ManHat.pngWeniger bekannt ist vielleicht, dass auf der Elton-John-Version von Are You Ready For Love der Background-Gesang von – genau – den Spinners beigesteuert wurde. Eine Hand wäscht die andere…

Damit sich der geneigte Leser selbst ein Bild machen kann, werden in o.g. Videos die Elton John- und die Spinners-Version auf nahezu Tannhäuser’sche Manier gegenübergestellt.

RatingMedium.png The Spinners: From Here To Eternally (1979)
Atlantic Records #SD 19219 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Montag, 9. Dezember 2013

Donny Hathaway: Everything Is Everything

Letzten Monat erschien bei Rhino eine Anthology mit 58 Tracks von Donny Hathaway. Anlass genug, sich mal sein Solo-Debüt von 1970 zu Gemüte zu führen.

Donny Hathaway - Everything Is Everything

Neben musikalischen Koproduktionen mit Roberta Flack hat Donny Hathaway auch eigene Alben veröffentlicht, bevor er 1979 mit einem Fenstersturz aus dem 15. Stockwerk eines Hotels seinem Leben ein Ende setzte. Er litt unter Depressionen, dem Vernehmen nach zeigte er vor seinem Suizid zudem Anzeichen von Paranoia.

Vor diesem Hintergrund hört man die Zeilen aus dem Titeltrack Voices Inside (Everything Is Everything) [anhören] mit ganz anderen Ohren:

Noten.pngI hear voices, I see people / I hear voices of many people…

Auf YouTube kann man sich das gesamte Album anhören (Spotify-Nutzer klicken hier):

Eine großartige Stimme, die leider viel zu früh verstummt ist.

RatingHigh.png Donny Hathaway: Everything Is Everything (1970)
Atco Records #SD 33-332 (LP) [mehr...]
«Woo hoo!»

Samstag, 7. Dezember 2013

Kaufbefehl: Bob Stanley – Yeah Yeah Yeah (The Story of Modern Pop)

In die (überschaubare) Reihe herausragender Musik-Publikationen reiht sich Bob Stanleys kürzlich veröffentlichtes Buch Yeah Yeah Yeah: The Story of Modern Pop (Faber & Faber, 2013) ein.

Der Economist freut sich in seiner Rezension über ein Werk, das Alex Ross’ meilensteinige Abhandlung über die Kulturgeschichte der Musik des 20. Jahrhunderts, The Rest Is Noise (Farrar, Straus and Giroux, 2007), hervorragend ergänzt. Während der beim New Yorker musikkritisierende Ross in The Rest Is Noise seinen Fokus eher auf klassische Musik legt, beschäftigt sich Stanley in Yeah Yeah Yeah mit Pop.

Angefangen mit dem Jahr 1952, in dem die Erstausgabe des NME erschien und erstmals Single-Charts veröffentlichte, bis zu Grunge, Brit Pop und modernem R&B wird die Geschichte des Pop chronologisch abgehandelt. Eingestreut werden zahlreiche Anekdoten. So erfährt man beispielsweise, dass Bob Hite von Canned Heat die Angewohnheit hatte, von einer seltenen Schallplatte gleich mehrere Exemplare zu erwerben und diese dann zu zerstören, damit die in seiner Sammlung verbleibende dann noch wertvoller würde.

Weitere Rezensionen können u.a. im Guardian, dem Independent und der Times nachgelesen werden, ein Interview mit dem Autor gibt es auf The Quietus.

ManYoung.pngAmazon.de: Bob Stanley: Yeah Yeah Yeah – The Story of Modern Pop
Issue.com: Auszug aus Yeah Yeah Yeah
Amazon.de: Alex Ross: The Rest Is Noise – Listening to the Twentieth Century

Dienstag, 21. August 2012

David Porter: Into A Real Thing

«Umständehalber» wurden die ursprünglichen Sommerurlaubs-Pläne geändert und aus der Tour durch die 10 gefährlichsten Städte Amerikas (von Chicago über Detroit nach Memphis, New Orleans und Atlanta) wurde ein Norwegen-Urlaub, über den man auf meinem Parallel-Blog «At Home He’s A Tourist» nachlesen kann.

Die Muscle Shoals Studios in Memphis, Tennessee wurden also leider nicht besucht. Als Ersatz habe ich mir dafür einige Stax-LPs bestellt.

Hierunter auch das famose «…Into A Real Thing» vom wunderbaren David Porter.

David Porter - Into A Real Thing

Porter ist eher als Songwriter der Isaac Hayes-Hits bekannt. Weniger bekannt ist, dass er auch eigene Alben veröffentlicht hat.

Auf diesem hier ist besonders die phantastische 11-Minuten-Version von Hang On Sloopy zu erwähnen.

Der Rest des Albums kann nicht vollständig überzeugen, für drei Sternchen reicht es aber allemal.

RatingMedium.png David Porter: Into A Real Thing (1971)
Enterprise Records #ENS-1012 (LP) [mehr...]
«Mmmh...»

Sonntag, 8. Juli 2012

Die (Justin) Bieber-Brüder: Donnie und Joe Emerson

Eine echte Wiederentdeckung ist das 1979 in Heimarbeit entstandene Album Dreamin’ Wild der 17- und 19-jährigen Brüder Donnie und Joe Emerson. Deren Vater verbriet die gesamten Ersparnisse für das Hobby der Söhne und baute ihnen ein Studio aus Holz, komplett mit 8-Spur-Aufnahmegerät, PolyMoog und Drum-Machine.

Und um für eine mögliche Pop-Star-Karriere trainieren zu können, heimwerkelte er seinen Söhnen auf dem Familien-Grundstück noch schnell eine Konzert-Bühne mit 300 Plätzen, Backstage-Area und Catering-Bereich.

ManHat.pngEine Rezension von Dreamin’ Wild gibt’s auf Pitchfork.com [lesen].

Oben gehörte Blue-Eyed-Soul-Ballade hört auf den Titel Baby und wurde vom Londoner Dubstep-Duo Inga Copeland und Roy Blunt auf ihrem Album Black Is Beautiful gecovert [ansehen].

Eine weitere Version kommt vom Avantgarde-Musiker Ariel Pink, zu hören u.a. auf Soundcloud:

Kaum auszudenken, was aus den Jungs geworden wäre, hätte es damals schon YouTube gegeben; Justin Bieber hätte sich warm anziehen müssen!

Sonntag, 6. Mai 2012

Neo Soul: Schall und (Neo) Rauch

Neuer Soul aus alten Schläuchen: Auch ohne Amy Winehouse lebt das Genre weiter. In den letzten Monaten gab es einige interessante Veröffentlichungen, die sich dem Sound der 60er verschrieben haben – und dabei nicht angestaubt klingen.

In der besten Musik-Sendung der Welt, BBC's Later…with Jools Holland, stellte der Londoner Musiker Ben Drew (alias Plan B) sich und einige seiner Songs vor. Und wer im Interview Smokey Robinsons Tracks of my tears als Inspiration angibt, hat sowieso schon gewonnen:

Ebenfalls dem Falsett verfallen ist der mittlerweile etablierte Mayer Hawthorne, dessen zweites Album How Do You Do (Universal Records, 2011) noch überzeugender ist als sein Debüt. Auch er nennt übrigens Smokey Robinson als Vorbild. Nicht auf der Platte enthalten ist seine Cover-Version von James Pants' Thin Moon. Irgendwer hat dazu ein wunderschönes Video (mit einem tiefergelegten BMW 2800 CS in der Hauptrolle) gedreht und auf Vimeo veröffentlicht:

Eher aus der Northern Soul-Sparte kommen The Floorettes aus Berlin (somit hieße es eigentlich Eastern Soul), die einiges auf die Bühne stellen. Ihr Debüt-Album Pocket Full of Soul ist seit März erhältlich, u.a. auch auf Vinyl:

ManHat.pngPlan B: The Defamation of Strickland Banks (Atlantic Records, 2010)
Mayer Hawthorne: Thin Moon (Stones Throw Records, 2010)
The Floorettes: Pocket Full of Soul (Waterfall Records, 2012)

Mittwoch, 28. September 2011

Oops... he did it again: Neues Mayer-Hawthorne-Album

Im Oktober erscheint das neue Album von Mayer Hawthorne: es wird How Do You Do heißen und auf Universal Records erscheinen. Hier die Single-Auskopplung «A Long Time» zum Mitwippen:

ManHat.pngMayer Hawthorne: How Do You Do (Universal, Herbst 2011)

Montag, 26. September 2011

Über den Tellerrand IV: You Keep Me Hanging On

Uff. Schnell noch etwas Haarspray auf den Minipli und die Spandex-Hose enger geschnallt: mehr Achtziger geht nicht. Kim Wilde, deren ersten beiden Alben (insbesondere Select von 1981) Synthie-Pop-Meisterwerke sind, intoniert hier den Holland-Dozier-Holland-Klassiker You Keep Me Hangin On, der vor allem für die Supremes zu einem großen Hit wurde. Doch auch die vermutlich mit einem C64 intonierte, auf sensationelle Art und Weise in ein 80er-Jahre-Gewand gekleidete Kim-Wilde-Version kann einiges:

Noten.pngSet me free, why don't cha babe / Get out my life, why don't cha babe / 'Cause you don't really love me / You just keep me hangin' on.

Dienstag, 6. September 2011

Über den Tellerrand III: Buddy Holly

Morgen wäre Buddy Holly 75 Jahre alt geworden, heute wird er in der taz ausführlich besprochen (zumindest deutlich ausführlicher als das neue Red Hot Chili Peppers-Album). Anlass genug, ihn in der kleinen Tellerrand-Reihe über Songs und/oder Interpreten aus dem (allenfalls) Randbereich des R&B vorzustellen.

Wie taz-Autor Thomas Winkler in dem Artikel zu berichten weiß, kam Buddy Holly (ebenso wie Otis Redding) in jungen Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben (zusammen mit Radio-DJ The Big Bopper und Musiker Ritchie Valens): Der Tag wurde später als «the day the music died» bezeichnet.

Obwohl Buddy Holly nur 22 Jahre alt wurde, hat er einen bedeutenden Einfluss auf nachfolgende Generationen ausgeübt: Die Gruppe The Hollies hat sich nach ihm benannt, die Beatles wollten analog zu Buddy Hollys Begleitband The Crickets ebenfalls ein Insekt als Bandnamen und seine Live-Auftritte wurden u.a. von Keith Richards und vom 17jährigen Bob Dylan besucht.

(Guttenberg-Gedächtnis-Fußnote: alle Fakten aus dem o.g. Artikel geklaut.)

Inspiration holte sich Buddy Holly – ähnlich wie Elvis – u.a. aus der «schwarzen» Gospel-Musik. Aktuell erscheinen zwei neue Tribute-Alben, u.a. mit Beteiligung von Brian Wilson, Ringo Starr, Kid Rock und Modest Mouse. Letztere steuern eine eher misslungene Version von That'll Be The Day [ansehen] bei.

Noten.pngThat'll be the day, when you say goodbye / that'll be the day, when you make me cry.

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